Kleb- und Dichtstoffe

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Kleb- und Dichtstoffe 2017-11-14T17:25:07+00:00

Tecnite® Kleb- und Dichtstoffe

Moderne Kleb- und Dichtstoffe lösen in immer mehr Anwendungen klassische Verbindungsarten wie Verschraubungen oder Nietenverbindungen ab. Die Gründe dafür sind immer bessere Klebeleistungen, einfache und sichere Handhabung und, nicht zuletzt natürlich, der Kostenfaktor.

Die Kleb- und Dichtmittel aus dem Hause Costenoble verfügen über eine Vielzahl herausragender Eigenschaften: sie sind witterungsbeständig, thermisch und chemisch stabil, besitzen eine sehr gute Adhäsion und eine geringe Entflammbarkeit. Die Vielzahl der verfügbaren Produkte und Möglichkeiten erlaubt ein sehr breites Anwendungsspektrum. In der Folge haben wir die verfügbaren Klebstoffarten etwas näher beschrieben:

Anaerobe Kleb- und Dichtstoffe

Anaerobe Klebstoffe härten nur in Gegenwart von Metallionen (wie Eisen oder Kupfer) und unter Luftabschluss aus. Mit diesem einkomponentigen System können nur metallische Werkstoffe geklebt werden, da für die Aushärtung freie Metallionen als Reaktionspartner benötigt werden. Verklebungen von Metall und Nichtmetall empfehlen sich nur unter Einsatz eines Aktivators. Anaerobe Kleb- und Dichtstoffe werden hauptsächlich als Schraubensicherung und zur Wellen- und Flanschverklebung eingesetzt.

Cyanacrylat-Klebstoffe

Die einkomponentigen Cyanacrylat-Klebstoffe härten durch Polymerisation aus. Diese wird durch den Kontakt mit der Oberfläche in Gang gesetzt. Sie verläuft  – abhängig von der Art der Oberflächen, der anhaftenden Feuchtigkeit und der Luftfeuchtigkeit – sehr schnell. Daher sind sie auch unter dem Namen Sekunden- oder Sofortkleber bekannt. Sie kommen in der Regel bei kleinflächigen Verklebungen mit sehr engem Fügespalt zum Einsatz. Dafür eignen sie sich aber für eine große Bandbreite von Materialien wie Gummi, Verbundwerkstoffe, Materialien auf Phenol- und Siliconbasis, Polypropylen, Polyethylen bis hin zu PTFE und anderen Polyolefinen.

Zweikomponenten-Epoxidharzkleber

Zwei-K-Epoxidharzkleber sind aus den Komponenten Harz und Härter aufgebaut. Das Epoxidharz bildet nach dem Vermischen mit dem Härter einen stabilen Duroplast. Die Aushärtereaktion erfolgt in der Regel bei Raumtemperatur. Bei höherer Temperatur können unter Umständen höhere Festigkeiten erzielt werden. Der ausgehärtete Klebstoff besitzt eine sehr hohe Festigkeit. Er wird häufig für strukturelle Verklebungen, zum Beispiel im Fahrzeug- und Flugzeugbau, verwendet.

Einkomponenten-Epoxidharzkleber

Bei den einkomponentigen Epoxidharzklebstoffen sind das Epoxidharz und der Härter bereits im anwendungsfertigen Verhältnis miteinander vermischt. Diese Klebstoffe werden heiß ausgehärtet, da die verwendeten Härter bei Raumtemperatur nur sehr langsam reagieren.

Methylmethacrylat-Strukturklebstoffe

Methylmethacrylat-Klebstoffe sind Zweikomponentige Reaktionsklebstoffe, bei denen das eingesetzte Monomer durch radikalische Kettenreaktion polymerisiert wird. Methylmethacrylat-Klebstoffe werden vorrangig zur strukturellen Verklebung von Metallen und Kunststoffen eingesetzt. Sie besitzen eine hohe Zug-, Scher- und Schälfestigkeit, eine hohe Elastizität und härten schnell aus.

UV-Klebstoffe

Unter UV-Licht aushärtende Klebstoffe sind kalthärtende, lösemittelfreie Ein-K-Klebstoffe. Ihnen sind Photoinitiatoren, die mit UV-Licht aktiviert werden, zugesetzt. Diese verwandeln sich in Radikale, die wiederum den Aushärteprozess initiieren. Die Produkte härten rasch aus und ermöglichen eine ausgezeichnete Verklebung unterschiedlichster Materialien wie z. B. Metalle, Glas und die meisten Kunststoffe. Sie eignen sich für ein breites Spektrum von Einsatzfällen.